Mona Naderer

bloggen hilft

07.03.17 Wenn’s wieder juckt und kratzt in Hals und Augen…

… dann wissen die ungefähr 2 Millionen Menschen mit Allergien in Österreich: Die Pollensaison hat gestartet.

Die Vielfalt der Beschwerden und Diagnosen wird immer größer und unübersichtlicher. Hier zunächst ein bisschen Klarheit: Als Allergie im medizinischen Sinn wird eine Fehlreaktion des Immunsystems bezeichnet. Der Körper bildet dabei gegen eigentlich harmlose Stoffe wie Blütenpollen oder Milcheiweiß Antikörper, genannt Immunglobuline. Je nachdem, welche Art von Immunglobulinen produziert wird, treten die Symptome sofort oder im Laufe der nächsten Tage auf. Eine wichtige Rolle spielt dabei Histamin.

Eine andere Geschichte – wenn auch mit ganz ähnlichen Symptomen – sind Unverträglichkeiten wie Laktose- oder Fruktose-Intoleranz. Dabei findet keine Immunreaktion statt. Hier ist die Menge entscheidend: Nimmt man zuviel davon zu sich, kommt es zu Reaktionen wie Bauchweh, Übelkeit, Durchfall.

Eine interessante Beobachtung ist, dass hinter vielen „klassischen“ Allergien eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit versteckt ist. Wenn man für ein paar Wochen die „unverträglichen“ Lebensmittel weglässt, z.B. keinen Weizen oder keine Milchprodukte isst, entlastet das den Körper so sehr, dass er mit den Tierhaaren oder Gräserpollen viel besser zurecht kommt. Solche Zusammenhänge können mit einer kinesiologischen Testung gut festgestellt werden. Was hilft aber, wenn schon mal allergische Symptome da sind? Reishi Heilpilz, MSM (eine natürliche Schwefelverbindung), Curcuma, Omega 3-Fettsäuren oder Weihrauch bringen Unterstützung und Linderung.

Gleichgültig, ob Unverträglichkeit oder Allergie: In jedem Fall ist es hilfreich und sinnvoll, dem Wunderwerk Darm mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Der größte Teil der Immunglobuline wird nämlich hier produziert. Mit etwa 400 m2 Gesamtoberfläche ist der Darm mit Abstand unser größtes Kontaktorgan zur Außenwelt! Wenn dessen Schleimhäute nicht dicht sind (was bei Unverträglichkeiten und Allergien praktisch immer der Fall ist), werden Substanzen, die der Körper gerade ausscheiden möchte, tatsächlich erneut in den Körper aufgenommen! Die Naturheilkunde kennt zahlreiche Möglichkeiten, eine „löchrige“ Darmwand (im Fachjargon „leaky gut“) wieder dicht zu machen, z.B. Aloe vera-Saft. Was individuell die größtmögliche Besserung bringt, kann kinesiologisch ausgetestet werden.