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Was sind Stoffwechseltypen?


Sich im eigenen Körper wohlfühlen. Das Wohlfühlgewicht erreichen und halten. Mehr Energie und Fitness. Gesundheit.
Ernährung spielt für viele Aspekte eine große Rolle. „Du bist, was du isst!“ – so weit sind sich alle einig. Darüber hinaus wird es schwieriger, denn was sollen wirdenn essen, um uns gesund zu ernähren? Dazu gibt es gefühlt wöchentlich neue Vorgaben und Trends, die insgesamt mehr Verwirrung als Orientierung stiften.

Ich halte zwei grundsätzliche Aspekte für wichtig und hilfreich:

Zunächst die Tatsache, dass uns nicht das nährt, was in einem Nahrungsmittel enthalten ist, sondern das, was unser Körper daraus verwerten kann. Dafür spielt die Resorptionskraft unseres Verdauungsapparates die entscheidende Rolle. Diese Verdauungskraft stärken und erhalten wir, indem wir vor allem gekochte bzw. zubereitete Nahrungsmittel essen.

Andererseits die Erkenntnis, dass nicht für alle Menschen das gleiche Essen gut und gesund ist. Unser Stoffwechsel ist so individuell wie unsere Haar- oder Augenfarbe. Im Lauf der Menschheitsgeschichte haben sich dort unterschiedliche Stoffwechseltypen entwickelt, wo über sehr viele Generationen das Nahrungsangebot gleich blieb. Beispielsweise in den arktischen Regionen Kanada, Nordsibirien und Grönland: dort hatten die Menschen viel rotes, fettes Fleisch zu essen, aber nur wenige Früchte und Gemüse. Anders in den asiatischen Steppengebieten: dort gab es, ebenfalls über sehr viele Generationen hinweg, ausreichend Wurzeln, Früchte und Gemüse zu essen, aber nur hin und wieder Fleisch. Daran hat sich im Lauf von Jahrtausenden die Enzym-Ausstattung der Menschen angepasst.

Mit diesem Wissen können wir – als erste Annäherung, denn wir Menschen und unsere Körper sind weitaus komplexer gebaut und viele Aspekte beeinflussen unser Wohlbefinden – drei Stoffwechseltypen unterscheiden:

1. Eiweißtyp

Diese Menschen haben spontan eher Appetit auf Salziges als auf Süßes. Sie können auch Fett gut verdauen und werden nervös und zappelig, wenn sie zu viele Kohlenhydrate essen. Außerdem werden sie von kohlenhydratreichen Mahlzeiten nicht wirklich satt und bekommen bald wieder Hunger. Das deshalb, weil dieser Stoffwechseltyp Kohlenhydrate schneller abbaut als andere. Wenn sich Eiweißtypen von viel Brot und Nudeln ernähren, nehmen sie leicht zu und riskieren auch – auf Grund des stark schwankenden Blutzuckerspiegels –, an Diabetes zu erkranken.
Eine rein vegetarische oder vegane Ernährungsweise ist diesen Menschen nicht zu empfehlen, sie sollten regelmäßig hochwertiges Fleisch aus biologischer Tierhaltung essen. Beim Gemüse ist es sinnvoll, stärkearme Sorten wie Zucchini, Spinat, Karfiol, Gurke oder Sellerie zu bevorzugen. Obst sollten Eiweißtypen nur in geringem Ausmaß verzehren, ebenso wie Nudeln, Pizza und andere kohlenhydratreiche Nahrungsmittel. Süßigkeiten oder Softdrinks sollten sie am besten ganz weglassen.

2. Kohlenhydrattyp

Menschen mit diesem Stoffwechseltyp haben meist wenig Hunger, sie vergessen auch immer wieder aufs Essen, weil sie zu sehr mit anderem beschäftigt sind. Sie können sich auch vegetarisch/vegan ernähren, sollten aber jedenfalls darauf achten, bei jeder Mahlzeit auch Eiweiß zu sich zu nehmen – z.B. in Form von Pilzen, Hülsenfrüchten oder Nüssen (am besten als Nussmuse). Andernfalls könnten Heißhungerattacken die Folge sein.
Gemüse und Obst sind im Speiseplan von Kohlenhydrattypen prominent vertreten, dazu Reis oder Nudeln, auch helles Fleisch oder Fisch sind für diese Menschen empfehlenswert. Zu viel Fett sollten sie vermeiden, da sie sonst leicht müde werden. Kokosöl, Butter und Olivenöl sind wertvolle Fette, mehr über die Auswirkungen verschiedener Öle auf den Körper findest du im Blogartikel über versteckte Entzündungen.

3. Mischtyp

Diese Menschen haben zumeist keine sehr ausgeprägten Ernährungsgewohnheiten, ihr Appetit und Gusto kann sehr variieren. Ihr Stoffwechsel ist ausgewogen und kann alle Nahrungsmittelgruppen – Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett – gut verdauen. Ausgewogene Stoffwechseltypen ernähren sich optimal, wenn bei ihren Mahlzeiten alle drei Nahrungsmittelgruppen vertreten sind.

Erkennst du dich in einer der Gruppen wieder?

Unser Stoffwechsel ist insgesamt natürlich viel komplexer, aber die Erfahrung zeigt, dass eine typgerechte Ernährung sehr viel „gesünder“ ist, als das Festhalten an vermeintlich allgemeingültigen Richtlinien. Auch Symptome wie ständige Müdigkeit, Kopfschmerzen, Reizdarm oder Allergien können mit der individuell passenden Ernährung deutlich besser werden.
Wenn du deinen Stoffwechseltyp kennenlernen und erfahren willst, wie du mit wenigen Ernährungs-Veränderungen viel mehr Wohlbefinden in deinen Körper bringen kannst, dann mach dir am besten gleich einen Termin bei mir aus!