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Tage wie dieser – wenn alles zu viel ist

„Wenn Beschleunigung das Problem ist, kann Resonanz die Lösung sein“
(Hartmut Rosa, Soziologe und Zeitforscher)

Kennst du das Gefühl, am Morgen aufzuwachen und dir gleich wieder die Bettdecke über den Kopf ziehen zu wollen? Oder gehörst du zu den Menschen, die auf Überforderung mit hektischer Betriebsamkeit reagieren? Beides fühlt sich richtig unangenehm an, und ich wünsche dir, dass du das nur ganz selten erlebst! Damit diese Tage weniger, und solche, die vom Morgen weg gut sind, mehr werden, findest du hier einige Tipps und Überlegungen.

Der wichtige erste Schritt ist, dir das Gefühl der Überforderung zuzugestehen: Ja, jetzt gerade ist alles zu viel! Nimm dir ein bisschen Zeit dafür, aber bitte nur so viel, wie du brauchst, um dennoch aufstehen zu können. Denn der ebenso wichtige nächste Schritt ist: verschaff dir einen Überblick, was du alles zu tun hast. Und zwar wirklich ALLES – notier dir jede noch so kleine Aufgabe, damit du schwarz auf weiß sehen kannst, was dich überfordert.

Dann geht es um Entscheidungen: was davon ist wie wichtig bzw. dringend? Dabei hilft dir die Überlegung, welcher Schaden entstehen kann, wenn du manche Dinge auf einen späteren Zeitpunkt verschiebst? Rein sachlich betrachtet, ist der meist gering – was es so schwierig macht, sind die unangenehmen Gefühle, die entstehen (können): die Freundin wäre enttäuscht, wenn ich ihr absage, der Kollege lässt vermutlich eine zynische Bemerkung fallen, oder die Vorgesetzte bekommt einen schlechten Eindruck von mir. Um das zu vermeiden, laden wir uns oft mehr auf die Schultern, als wir tragen können.

Das Gefühl des Getrieben-Seins resultiert auch aus der Tatsache, dass sich unser Gehirn nur auf eine einzige Sache konzentrieren kann. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit immer wieder ändern – hereinkommende Nachrichten lesen, oder zwischendurch einen Termin bestätigen etwa –, hat unser Unterbewusstsein ein paar Millisekunden Zeit, unangenehme und unerledigte Dinge an die Oberfläche zu spülen. In Summe fühlen sich diese unglaublich groß und unbewältigbar an. Aufgaben zu bündeln hilft: E-Mails und Telefonate „zusammensparen“ und dann en bloc erledigen.

Mittelfristig hilft es, genauer zu planen und rechtzeitig Nein zu sagen, kurzfristig ist die „Flucht nach vorne“ eine geeignete Strategie gegen Überlastung und Überforderung. Wenn du dir JETZT eine halbe Stunde Zeit nimmst, deine Aufgaben zu ordnen und zu priorisieren, kannst du mit ein paar kurzen Informationsmails oder -gesprächen zusätzliche Zeit gewinnen: „ich weiß, ich habe Termin X zugesagt, muss aber leider feststellen, dass ich den nicht einhalten werde können.“ Schlag einen (realistischen) Alternativ-Termin vor bzw. frag nach, ob dein Gegenüber andere Prioritäten bevorzugt.

Und dann geht’s ums TUN – die To Do-Liste abarbeiten, und potenziellen Zeitdieben dabei keine Chance geben. Also Türe zu, Handy für eine Zeitlang abdrehen und zwischendurch keine Mails checken!

Denkst du dir jetzt: klingt ja alles ganz nett, aber bei mir funktioniert das so nicht/ist das alles noch komplizierter? Dann könntest du entweder
- meine Vorschläge einfach ausprobieren um festzustellen, was davon für dich passt und was nicht
oder
- dir einen Termin bei mir ausmachen, damit wir eine für DICH maßgeschneiderte Lösung finden

Zum Abschluss noch eine Bemerkung zum Eingangs-Zitat von Hartmut Rosa:
Resonanz – das ist das Gefühl, ganz in der eigenen Mitte zu sein, und sich zugleich mit der Welt verbunden zu fühlen. Dieser Zustand des Berührt-Seins lässt sich nicht planen, er ist ein Geschenk, das wir manchmal auf einem Berggipfel, bei einem Musikstück oder in der innigen Begegnung mit einem geliebten Menschen erleben. 

Was wir dazu beitragen können, ist, unsere eigene Schwingungsfrequenz gut zu kennen und sie immer wieder zu pflegen und zu stärken. Eine Möglichkeit bietet dir diese geführte Trancereise zu deinem ganz persönlichen Kraftplatz – ich wünsche dir eine schöne Zeit damit!