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Wenn auch du zu den Menschen gehörst, die in den Feiertagen öfter und mehr Alkohol trinken als sonst, dann brauchst du deine Leber jetzt jedenfalls! Auch zu jeder anderen Zeit im Jahr ist dieses Organ lebensnotwendig für uns. Warum eigentlich, was genau macht die Leber?

Nun, unsere Leber ist ein Multitalent und an enorm vielen unterschiedlichen Stoffwechselprozessen beteiligt. Ihre Hauptaufgabe ist – neben der Produktion von Enzymen und der Fettverdauung – die Reinigung und Entgiftung des Körpers. Neben Alkohol stehen dabei auch Medikamente, diverse Zusatz- und Schadstoffe aus Nahrung und Luft, aber auch körpereigene Substanzen wie Hormone auf der To do-Liste der Leber. Energetisch betrachtet verstärken Stress und Hektik zusätzlich die Anspannung der Leber.

Die Entgiftung in der Leber verläuft in zwei Phasen, die wir uns vorstellen können wie eine Autobahn: auf diversen Zubringern kommen immer neue Substanzen herein, bleiben eine Zeitlang da, und verlassen die Autobahn dann auf einer von mehreren möglichen Ausfahrten. Wie auf einer dicht befahrenen Autobahn ist auch in der Leber wichtig, dass die Ausfahrten frei sind, denn sonst entsteht ein Stau.

In der TCM, der Traditionellen Chinesischen Medizin, beschreibt die so genannte ‚Leber-Qi-Stagnation‘ diesen Zustand. Zusätzlich zur stofflich-biochemischen Komponente sind in der TCM den inneren Organen bestimmte Emotionen zugeordnet, die deren Zustand ebenso beeinflussen. Die Emotionen der Leber sind Wut und Ärger – wie es der Ausspruch „dir ist wohl eine Laus über die Leber gelaufen“ ausdrückt. Aus diesem Blickwinkel wird verständlich, dass wir bei einem Stau auf den Ausfahrtstraßen der Leber leicht reizbar und genervt sind.

Andere Symptome, hinter denen eine Überlastung der Leber stehen kann, sind Müdigkeit (diese wird auch als „Schmerz der Leber“ bezeichnet), Kopfschmerzen, Hautausschläge oder Durchschlafstörungen. Ein ziemlich breites Spektrum an Symptomen kann also auf eine Überlastung der Leber hinweisen – die alle durch eine gezielte Entlastung der Leber besser werden können!

Für Frauen kommt noch ein weiterer Aspekt dazu: Auch Östrogen, ein Geschlechtshormon, das vor allem in der ersten Zyklushälfte produziert wird, wird in der Leber abgebaut. Wenn die Leber überlastet ist und Östrogen nicht ausreichend abbauen kann, wird dieses ‚recycelt‘ und zirkuliert weiter im Blut. Im nächsten Monatszyklus bildet der Körper zusätzliches neues Östrogen. So kann eine Östrogendominanz entstehen, die z.B. als Prämenstruelles Syndrom bemerkbar wird, und auch einen Risikofaktor für Brustkrebs darstellt.

Erhöhter Östrogenspiegel führt zu einer erhöhten Produktion von Thyroxin-bindendem Globulin, was in der Folge die Wirkung der Schilddrüsenhormone bremst, auch wenn die Schilddrüse normal funktioniert, ihr Hormon ins Blut abgibt und die Laborwerte völlig unauffällig wirken!

Was können wir ganz allgemein tun, um unsere Leber zu unterstützen und zu entspannen?

  • Regelmäßig moderate Bewegung machen, etwa eine oder zwei Stationen zu Fuß gehen, oder einen Yogakurs belegen
  • Bittere und dunkelgrüne Gemüse essen, z.B. Brokkoli, Rucola, Chicoree, Radicchio, Löwenzahnblätter
  • Alkohol und Koffein reduzieren oder – noch besser – für ein paar Tage oder Wochen ganz weglassen
  • Stress reduzieren durch gute Planung – Ordnung freut auch die Leber
  • Pflanzenextrakte von Artischocke, Mariendistel, Löwenzahn, Enzian oder Curcuma einnehmen

Wenn du dich nicht mit Vermutungen zufrieden geben magst und genau wissen willst, was deine Leber nach den Feiertagen am besten unterstützt, dann vereinbare dir einen Termin für eine kinesiologische Testung